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Weltkriegsveteran Harry Miller in Homburg

Europareise brachte US-amerikanische Reisegruppe in den Saarpfalz-Kreis

15.06.2023

  •  Bürgermeister Michael Forster begrüßt den 95-jährigen US-Weltkriegsveteranen Harry Miller © Michael Klein/Stadtverwaltung Homburg
  • Mark Hatchel (links) bedankt sich bei Bürgermeister Michael Forster und Petra Simon von der Abteilung Denkmalpflege und Stadtgeschichte für das Präsent und die Begrüßung in Homburg Mark Hatchel (links) bedankt sich bei Bürgermeister Michael Forster und Pe
  • Die Reisegruppe der 740th Tank Batallion Association vorm Homburger Hof. In der Bildmitte deren Präsident Mark Hatchel, Weltkriegs-Veteran Harry Miller, Bürgermeister Michael Forster, Petra Simon (Amt für Denkmalpflege und Stadtgeschichte) und der Kreisbe

26-köpfige US-amerikanische Reisegruppe der Freunde des 740th Tank Batallion macht bei ihrer Europareise Station in der Stadt, in der Miller und seine Kameraden mit ihrem Einmarsch im März 1945 den Krieg in Homburg beendeten.

„Als Bürgermeister der Stadt Homburg ist es mir und uns allen eine Ehre und Freude, Sie heute in unserer Stadt begrüßen zu dürfen, in der Sie sich auf die Spuren des 740th Tank Battalion im März 1945 begeben!“ - Der Handschlag mit einem Befreier und die ersten herzlichen und persönlichen Willkommens-Worte, die Bürgermeister Michael Forster bei dessen Rückkehr nach Homburg an den inzwischen 95 Jahre alten US-Kriegsveteranen Harry Miller richtete, bleiben vom Besuch der 740th Tank Batallion Association in Homburg ganz sicher allen Beteiligten in besonderer Erinnerung.

Umso mehr, weil der Homburger Verwaltungschef in seiner in englischer Sprache gehaltenen Begrüßung direkt die Bedeutung dieses besonderen Zusammentreffens vor dem Homburger Hof, dem ehemaligen Hauptquartier der US-Amerikaner im Zweiten Weltkrieg, umschrieb: „Die Ankunft von Harry Miller und seinen Kameraden in Homburg beendete einen schrecklichen Krieg in dieser Region und eröffnete die Möglichkeit eines Lebens in Freiheit und Selbstständigkeit nach dunklen Zeiten. Aus ehemaligen Feinden wurden Partner und Freunde. Und dieses immer noch starke deutsch-amerikanische Bündnis garantiert bis heute Frieden, Freiheit und das viel beschworene Streben nach Glück“, sagte Forster zur Begrüßung der 26-köpfigen Reisegruppe, die seit Mitte Mai in Europa ehemalige Schauplätze des Panzerbataillons besucht.

Ende März 1945 war Miller mit seiner Einheit nach Homburg gekommen. Nun kam er mit seiner Frau in die Stadt zurück, die er und seine Kameraden damals befreit hatten. Der US-Weltkriegsveteran als Teil einer Reisegruppe, deren Teilnehmer allesamt besondere persönliche Verbindungen mit dem 740th Tank Batallion haben. So wie beispielsweise auch deren Präsident Mark Hatchel, dessen Vater als Angehöriger der Einheit ebenfalls an der Beendigung des Krieges in Homburg beteiligt war. Über Hatchel, der sich vor einigen Wochen per E-Mail an die städtische Pressestelle gewandt hatte, war die Verbindung zur Homburger Stadtverwaltung entstanden. Jetzt erhielt der Chef der Freunde des Bataillons aus den Händen Forsters einen Wappenteller der Stadt Homburg. Von Dieter Knicker, der als Kreisbeigeordneter die Grüße des Landrates überbrachte, gab es ebenfalls ein Willkommensgeschenk. Der Geschäftsführende Direktor des Deutsch-Amerikanischen Institutes im Saarland, Dr. Bruno von Lutz, hatte der Delegation eigens ein Grußwort übermitteln lassen. 

In die Vorbereitung des kurzen Besuches - wie von den Gästen aus den USA gewünscht, wurde im Homburger Hof Schnitzel serviert  - waren auf Homburger Seite insbesondere Petra Simon von  der Abteilung Denkmalpflege und Stadtgeschichte, Frank Wimmer vom Stadtarchiv und Klaus Friedrich involviert, die sowohl das Programm der aus der Schweiz über das französische Ribeauvillé angereisten Gruppe in Homburg als auch  den anschließenden Besuch in Lambsborn – hier nahmen die US-Amerikaner die Relikte der „Höckerlinie“ („dragon teeth“) in Augenschein – organisiert hatten.  Dafür dankte ihnen Michael Forster.

Und ehe sich die Reisegruppe am Freiheitsbrunnen zum obligatorischen Gruppenfoto zusammenfand - den Homburger Hof sinnbildlich im Rücken - sagte Bürgermeister Forster: „Der internationale Austausch, und hier besonders im transatlantischen Raum, ist von größter Bedeutung. Die Konfrontation mit der Geschichte, auch wenn sie manchmal schmerzhaft ist, führt zu gegenseitigem Verständnis und dauerhafter Freundschaft. Insofern ist Ihr Besuch ein weiterer Beweis für die deutsch-amerikanische Aussöhnung. Genießen Sie Ihren Aufenthalt im heutigen kosmopolitischen Homburg auf historischen Spuren und lassen Sie uns weiter Brücken bauen für eine gemeinsame friedliche und prosperierende Zukunft.“ 

© Pressestelle Stadt Homburg



Bilder: Michael Klein/Stadtverwaltung Homburg
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