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Natur rund um Beeden

11.05.2020

Die Natur rund um Homburg hat viel zu bieten. Trotz Ausgangsbeschränkung und Abstandsregelung bleibt die Natur ein Wanderziel für Alle, die Erholung von der Corona-Krisenstimmung suchen. Eine Wanderung rund um Beeden bietet da viele Möglichkeiten, um abzuschalten in dieser schwierigen Zeit.  Die wunderschöne Landschaft, die Bliesauen und nicht zuletzt das Beeder Biotop mit seinen Tieren sorgen dafür, dass man bei einem Spaziergang Abstand gewinnen kann von den Sorgen in diesen schlimmen Tagen. Gewandert werden sollte selbstverständlich nur zu zweit und immer im entsprechenden Abstand zu Leuten, die einem begegnen. Das Beeder Biotop zwischen Beeden und Limbach gelegen, ist eines der größten, schönsten und vielfältigsten Naturschutzgebiete im Saarland. Unzählige Vogelarten, darunter Störche und Wildgänse, leben hier übers Jahr verteilt. Sie rasten, brüten und überwintern hier. Auch Heckrinder, eine Rückzüchtung zum Ur-Rind, leben hier relativ frei. Eine weitere Attraktion im Beeder Biotop sind die Wildpferde. Es handelt sich um sogenannte Konikpferde. Die kleinen, schlanken Pferdchen stammen ursprünglich aus Polen, wo sie aus einer Kreuzung zwischen Hauspferden und dem ausgestorbenen Wildpferd Europas (dem Tarpan) gezüchtet wurden.

Das Beeder Biotop ist eine zusammenhängende Weidefläche mit Wasserbereichen, auf der die Tiere frei leben können. Die Konikpferde sind besonders geeignet für die teilweise sehr feuchten Flächen des Beeder Biotops. Die Pferde sind an feuchte Böden angepasst und fressen gerne Schilf und Brennnesseln. Sie sind also nicht nur eine Attraktion in Beeden, sondern sie sorgen als Weidetiere für eine natürliche Pflege der Landschaft. Darum kümmern sich auch die Wasserbüffel, die im Beeder Biotop zu beobachten sind. Sie ernähren sich von Pflanzen am und im Wasser. So sorgen sie dafür, dass die Wasserflächen im Biotop langfristig nicht verlanden. Ein immer öfter zu beobachtender Gast am Beeder Biotop ist die Nutria. Ursprünglich stammt die Nutria (auch Sumpfbiber oder Biberratte genannt) aus Südamerika, wo sie in den subtropischen und gemäßigten Klimazonen an Flüssen, Seen, Teichen und Sümpfen lebt. Wegen ihres Felles wurde sie in Pelztierfarmen auch in Deutschland gezüchtet. Vor allem seit dem 20. Jahrhundert, als der Pelztiermarkt zusammenbrach und zahlreiche Tiere entkamen bzw. ausgesetzt wurden, hat sich der Bestand der Nutrias stark vermehrt. Die zumeist, wie in Beeden zu beobachten, in Kolonien lebenden Tiere können allerdings nur in Gebieten mit milden Wintern überleben. Auf den ersten Blick ähneln Nutrias Bibern, ihre Schwänze sind jedoch rund und nicht abgeflacht wie beim Biber. Die Nutria kann über zehn Jahre alt werden. Sie wird bei einem Körpergewicht von circa 9 kg bis zu 70 cm lang, hinzu kommt eine Schwanzlänge von ungefähr 45 cm. Ihr Fell ist überwiegend rötlichbraun, am Bauch graubraun. An den Hinterfüßen besitzen Nutrias Schwimmhäute, mit denen sie sich gut im Wasser fortbewegen können. Die großen Nagezähne sind auffällig orange. Zurzeit sind in Beeden auch zahlreiche Jungtiere mit ihren Müttern zu beobachten. Nutrias ernähren sich überwiegend vegetarisch. Sie fressen hauptsächlich Blätter, Stängel und Wurzeln von Wasserpflanzen. Nicht nur das Beeder Biotop hat seinen Reiz. Spazierwege führen auch durch die Mastau, an der Fischerhütte oder den Kraftwerkweihern vorbei, bis nach Schwarzenbach und Wörschweiler. Querverbindungen führen der alten Bahnlinie folgend oder parallel zum Erbach, an der Kläranlage vorbei zum alten Kraftwerk. Und wer gerade in diesem Abschnitt die asphaltierten Wege verlässt, für den gibt es manch verwunschenes Plätzchen an abseits gelegenen Wassern zu entdecken mit Wildenten und Graureihern. Sie sehen, liebe Leser, wenn man alle Abstandsregeln beachtet, ist die Natur zu zweit oder mit den Kindern eine schöne erlebnisreiche Sache und hilft, wenn auch nur vorübergehend, für etwas Abstand zu der allgemeinen Corona-Krise. Gehen Sie an die frische Luft und bleiben Sie gesund!

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