Spatenstich für das Herzensprojekt SchmetterlingDeutschlandweit erstes kombiniertes Kinder- und Erwachsenenhospiz10.01.2026Viel Prominenz hatte sich eingefunden beim Spatenstich der Siebenpfeiffer Hospiz- und Palliativgesellschaft für das Herzensprojekt Schmetterling. Über 120 Freunde, Wegbegleiter, Unterstützer und Vertreter der öffentlichen Hand kamen zum Spatenstich des deutschlandweit ersten kombinierten Kinder- und Erwachsenenhospizes. „Es geht endlich los“, verkündete Wilfried Bohn, der 1. Vorsitzende des Vereins für altersübergreifende Palliativmedizin e.V. Große Freude auch bei seinem Mitgesellschafter Marcel Dubois von der AWO Saarland. Wilfried Bohn freute sich vor allem auf zahlreiche langjährige Wegbegleiter unter den Gästen, motivierte Menschen, die alle einen starken Willen haben und vor allem „verliebt in das Gelingen“ seien. Sein besonderer Dank galt Giuseppe und Donatella Nardi, Unterstützer der ersten Stunde, für die es ein „Herzensprojekt gewesen sei, auch in die Zukunft zu investieren, als unser geplantes Hospiz nur eine Vision war“. Kein Wunder, dass der „Visionär, Initiator, Motivator und Ideengeber“ des Kinder- und Erwachsenenhospizes „Schmetterling“, Professor Dr. Sven Gottschling, die Menschen mit seinem „ansteckenden Optimismus“ bereits seit 2011 angetrieben und auf diesen besonderen Tag, den Spatenstich, hingearbeitet habe. Für Professor Sven Gottschling war es eine besondere Freude, dass der Spatenstich im Jubiläumsjahr gelungen ist: „Wir haben hier vor 15 Jahren am Universitätsklinikum des Saarlandes ein weltweit einzigartiges Zentrum für altersübergreifende Palliativversorgung gegründet und werden es nun an diesem besonderen Ort vollenden.“ Er dankte dem UKS- und dem ambulanten Palliativteam für ihre medizinisch und emotional besondere Arbeit, Tag für Tag Menschen mit beschränkter Lebenszeit zur Seite zu stehen. „Unser Hospiz Schmetterling wird ein Leuchtturmprojekt mit einer Strahlkraft über das Saarland hinaus“, ist sich Professor Gottschling sicher: „Wir schaffen ein Zuhause auf Zeit an einem ganz besonderen Ort, mitten im Wald, mit Menschen, die unsere Vision mit einem großen Paket Menschlichkeit leben. Unser Ziel ist es, dass die Patienten bestens umsorgt werden und sich gleichzeitig geborgen fühlen. Wir empfinden es so: Es ist ein Geschenk, die letzte Lebenszeit mit Betroffenen und Angehörigen erleben und auch teilen zu dürfen.“ Staatssekretär David Lindemann sprach in Vertretung der erkrankten Ministerpräsidentin des Saarlandes, Anke Rehlinger. Das Land habe gerne das Filet-Grundstück zur Verfügung gestellt, die Erschließungsmaßnahmen getragen und auch eine Anschubfinanzierung geleistet. „Es ist das einzige Hospiz, das für Kinder und Erwachsene da ist – dieser Stern wird weit strahlen. Ein Hospiz muss nicht ein trauriger Ort sein, sondern hier in Homburg wird ein Ort der Wärme entstehen, bei dem man Mut und Unterstützung finden kann, frei von Schmerzen, frei von Leid, eben ein bestmöglicher Weg, Abschied zu nehmen.“ Der Förderer der ersten Stunde, Giuseppe Nardi, sprach von einem persönlichen Freudentag für ihn und seine Familie. Er werde auch aus christlicher Nächstenliebe weiterhin das Projekt mit Spenden und Aktionen begleiten. „Ich unterstütze auch in Zukunft das Projekt Schmetterling zusammen mit meiner Familie und Freunden. Ich werde immer einspringen, wenn jemals der Verein nicht seine wichtigen Aufgaben erfüllen könnte.“ – Diese Zukunftsgarantie wurde mit viel Applaus bedacht – in Zeiten wie diesen ist eine solch großzügige Zusage eine besondere Herzensgeste. Der mit der Planung und Ausführung beauftragte Architekt Roland Damm, Inhaber des Architekturbüros A plus 4, dankte für das Vertrauen in sein Schaffen. Er dankte vor allem auch seinen Mitarbeitern und den weiteren beteiligten Planern für deren Engagement. Das Projekt sei einmalig: „Wir wollen ein Leuchtturmprojekt – altersübergreifend für acht Kinder und 16 Erwachsene unter einem Dach. Alle sind auf Sicht, aber in eigenen Räumen verteilt auf 3.200 Quadratmeter. Wir denken das Thema Hospiz neu. Zeitgemäße neue Lösungen für ein Zuhause auf Zeit mit Empathie und Menschenwürde.“ Michael Linnebacher freute sich sehr über die Auftragserteilung als Generalbauunternehmer. Für ihn und sein Team sei das kein normales Bauprojekt, sondern ein emotionales Herzensstück an einem perfekten Standort. Er freut sich schon jetzt auf die Abnahme und sprach von einer geplanten Bauzeit von zwei Jahren. Rüdiger Schneidewind konnte am Schluss des Festaktes als Geschäftsführer der Siebenpfeiffer Palliativ- und Hospizgesellschaft gGmbH von Homburgs Oberbürgermeister Michael Forster und dem Bürgermeister Manfred Rippel die offizielle Baugenehmigung in Empfang nehmen, und somit war es ein mehr als guter Tag für Homburg und ein schönes Weihnachtsgeschenk für die ganze Region.
Unter https://www.schmetterling.saarland/ können Sie sich übre dieses großartige Projekt informieren. © Heinz Hollinger Bilder: Heinz Hollingerzur Übersicht Sie möchten eine Werbeanzeige schalten?Rufen Sie uns gerne unter +49 (0) 68 41 / 61 40 5 an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.BagatelleDie Homburger StadtzeitungSeit Oktober 2019 bieten wir Ihnen auch an, die Bagatelle online zu lesen. Klicken Sie einfach auf den unten stehenden Link, um dann kostenfrei die Bagatelle als PDF lesen zu können. Um künftig noch schneller und aktueller zu sein, werden wir auch online für Sie noch präsenter sein. Viel Spaß wünscht Ihnen das Team der Homburger Stadtzeitung! Online-Ausgabe
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