Neues vom LeuchtturmprojektPalliativzentrum Schmetterling09.06.2026Schon von weitem sind Kräne und Baumaschinen zu erkennen. Rüdiger Schneidewind, der Geschäftsführer der Siebenpfeifer Hospiz- und Palliativgesellschaft gGmbH hatte zu diesem Termin auf dem Baufeld eingeladen, damit sich die Öffentlichkeit einen aktuellen Eindruck vom Baufortschritt machen konnte. Noch ist es eine große Baustelle. Die Bodenplatte ist gegossen und so sind erste Konturen zu erkennen, die eine Ahnung davon machen, was hier entstehen wird. Es soll für das Saarland ein Leuchtturmprojekt werden betonte Schneidewind bei der Begrüßung der Anwesenden. Er machte aber auch deutlich, dass die Finanzierung eine dauerhafte Aufgabe sei. Bei dem Bauprojekt geht es nicht um Glanz und Großspurigkeit, sondern um einen Neubau auf dem Gelände des Uniklinikums: das neue Kinder- und Erwachsenenhospizzentrum Schmetterling. Es soll Menschen einen Ort bieten, die meistens die letzte Phase ihres Lebens vor sich haben. Der Neubau soll Platz schaffen, wo Menschen jeden Alters unter einem Dach gemeinsam einen guten Ort für das Leben bis zuletzt haben können. Diesen Traum hatte der Initiator des Projektes, Prof. Sven Gottschling, mit seinem Team. Gottschling ist Leiter des Zentrums für altersübergreifende Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am Universitätsklinikum Homburg. Professor Gottschling machte beim Pressetermin deutlich, wie groß der Bedarf an Palliativ-Institutionen ist: „In Deutschland leben rund 50.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit lebenslimitierten Erkrankungen. Dem stehen nur drei Kinderpalliativstationen und 21 Kinderhospize gegenüber“. Das Homburger Kinderhospiz wird nach Anhaben von Professor Gottschling das 22. in Deutschland sein. Weiterhin verdeutlichte er die Dringlichkeit des Neubaubaus so: „Für saarländische Familien liegt das nächste erreichbare Kinderhospiz derzeit in einem dreistelligen Kilometerbereich und ich glaube, da ist jedem klar, dass das immer noch beileibe nicht genug ist!“ Der Professor betonte, dass der Standort Homburg bewusst gewählt ist. Das künftige Palliativzentrum Schmetterling liege im Grünen aber auch in unmittelbarer Nähe zur Universitätsklinik. Für ihn sei das ein entscheidender Punkt. Dass diese Einrichtung nicht wie ein klassisches Krankenhaus wirken soll, sei Gottschling ebenso wie dem Architekten Roland Damm von Anfang an wichtig gewesen. Wie der Architekt erläuterte, soll das neue Zentrum einen Wohncharakter aufweisen. So sind z.B. offene Wohnräume und eine Gemeinschaftsküche geplant mit Sitzmöbeln. Hier soll man miteinander ins Gespräch kommen. Ein Vertreter der Baufirma Linnebacher informierte im Verlauf der Baustellenbesichtigung über den aktuellen Baufortschritt. Nachdem die Bauplatte schon gegossen ist, werde man als Nächstes mit dem Aufbau der Kellerwände beginnen. Insgesamt sei man „guter Dinge“ das neue Zentrum im dritten Quartal 2027 eröffnen zu können. Rüdiger Schneidewind zeigte sich trotz des bestehenden Pflegenotstands optimistisch in Bezug auf genügend qualifiziertes Personal. Er verwies auch auf die baldige offizielle Grundsteinlegung Ende des Monats Juli, zu der sich auch die Ministerpräsidentin angekündigt hat. Was den Pressetermin auf der Baustelle aber so ganz besonders machte, war eine stattliche Spendenübergabe. Der Förderverein Kinderhospiz Saarland aus Bous hat einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 50.000 Euro überreicht! Der Verein aus Bous verfolgte seit 2009 das Ziel ein stationäres Kinderhospiz im Saarland möglich zu machen. Umgesetzt werden konnte das Projekt aus unterschiedlichen Gründen aber nicht. Brigitte Rammacher, die Vorstandsvorsitzende des Fördervereins, zeigte sich bei der Scheckübergabe sehr „froh und stolz“ nun ein solches Projekt in Homburg unterstützen zu können. Die Spende des Fördervereins aus Bous ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie jahrelanges intensives Engagement echte Veränderung anstoßen kann. Die Spende ist nicht nur ein stolzer finanzieller Beitrag – sie ist vor allem aber ein Herzensanliegen für die lebensbeendend Erkrankten und ihre Angehörigen einen lebenswerten Ort für die verbleibende Zeit zu schaffen. Informationen über das Palliativzentrum Schmetterling finden Sie unter https://schmetterling.saarland/ © Heinz Hollinger Bilder: Hollingerzur Übersicht Sie möchten eine Werbeanzeige schalten?Rufen Sie uns gerne unter +49 (0) 68 41 / 61 40 5 an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.BagatelleDie Homburger StadtzeitungSeit Oktober 2019 bieten wir Ihnen auch an, die Bagatelle online zu lesen. Klicken Sie einfach auf den unten stehenden Link, um dann kostenfrei die Bagatelle als PDF lesen zu können. Um künftig noch schneller und aktueller zu sein, werden wir auch online für Sie noch präsenter sein. Viel Spaß wünscht Ihnen das Team der Homburger Stadtzeitung! Online-Ausgabe
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