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NABU-Ortsgruppen kümmern sich um Krötenzäune

Naturschützer als Lebensretter

Der asphaltierte Forstweg ins Taubental gehört zu jenen vielbefahrenen „Schleichwegen“, die die Wanderungsroute von Kröten, Fröschen und Molchen queren. 2017 kam es dort zwischen Februar und März zu einem unbeschreiblichen Massaker. Tausende von Erdkröten wurden sprichwörtlich „platt gemacht“. Seither kümmern sich Mitglieder der NABU-Ortsgruppen Altstadt, Blieskastel und Homburg rechtzeitig zur Laichzeit darum, dass ein Krötenzaun am Fuß des nordwestlichen Klosterberg-Hanges die wandernden Kröten stoppt. Beim Versuch, sich seitwärts an der Zaunfolie entlang zu orientieren, fallen die Amphibien dann über kurz oder lang in die eingegrabenen Eimer. Morgens und abends sammeln die Naturschützer dann die Tiere ein und bringen sie über den Forstweg auf die andere Seite in den Uferbereich des Marxweihers. Seit dem 27. Januar sieht man regelmäßig Marion und Dieter Geib aus Altstadt und Katrin und Manfred Lauer aus Beeden beim Einsammeln und Retten der Tiere. Dieter Geib führt akribisch Buch und zählt genau nach. Im letzten Jahr waren es 6.651 Tiere. 5.684 Erdkröten, 800 Molche und 167 Frösche bekamen durch die 45 Tage währende Aktion die Chance zum Arterhalt beizutragen. Bis letzten Sonntag waren es im Rahmen der Wanderbewegungen 3.176 Tiere. Weil es an diesem Vormittag leidlich kalt war, war die Ausbeute mit vier Molchen sehr gering. Noch wenige Tage vorher wurden Spitzenzahlen ermittelt. Am 16. März zählte Geib 788 Tiere, tags darauf sogar 1.096. Geplant ist die Unterstützung noch bis zum 5. April.

 

Bildtext: Wegen der Kälte hatten die Erdkröten am Sonntag ihren Wandertag abgesagt. In den Eimern entlang des Krötenzaunes fanden sich lediglich vier Molche. Ein paar Tage vorher retteten die Naturschützer aus Altstadt, Homburg und Blieskastel an einem einzigen Tag 1.100 Tiere, die sie im Bereich des Marxweiher aussetzten. Foto: Rosemarie Kappler

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