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Mehr Sicherheit dank SwimEye

Das Kombibad Koi der Wasserwelt Homburg GmbH präsentiert sein innovatives Sicherheitssystem

10.10.2023

  • André Weißenburger, Mandy Stöhr und Helmut Krumböck vom KOI, Stadt-Pressesprecher Michael Klein, Bürgermeister Michael Forster, Beigeordneter und Aufsichtsratsvorsitzender der Homburger Bädergesellschaft Manfred Rippel und Michael Kuhlgatz als Geschäftsfü
  • Helmut Krumböck Geschäftsführer der Wasserwelt Homburg GmbH
  • Bademeister werden im Koi künftig von KI unterstützt

Schwimmen macht Spaß und ist gesund! Leider gehört der Sport aber auch zu jenen Freizeitaktivitäten, die jährlich zahlreiche Menschen das Leben kostet. Zwar ereignen sich die meisten dieser dramatischen Vorfälle in offenen Gewässern wie Flüssen oder Seen, dennoch sind laut einer Statistik des DLRG im Jahr 2022 rund 13 Menschen in deutschen Schwimmbädern ertrunken. Dies liegt, entgegen der weitverbreiteten Meinung, in den allermeisten Fällen nicht etwa an Personalmangel, denn die gesetzlichen Vorgaben in diesem Bereich sind hoch. Der Gegner ist hier schlichtweg die Zeit, welche die Beckenaufsicht benötigt, um unter all den Badegästen zu erkennen, wann unnatürliche Bewegungen auf das Absinken einer Person hindeuten. 

Vor diesem Hintergrund entschloss sich die Wasserwelt Homburg GmbH gemeinsam mit der Stadt zur Anschaffung eines neuen hochinnovativen Sicherheitssystems, das in dieser Form deutschlandweit bisher einmalig ist. Die Rede ist vom sogenannten SwimEye System, ein Produkt der Schweizer Firma Jomatec, die ihren Sitz in Luzern hat. Am 20.09.2023, nach mehrmonatiger Testphase wurde dieses KI-basierte Erkennungssystem bei einer Pressekonferenz im Koi Bad & Sauna in der Kaiserslauterer Straße 19a nun endlich eingeweiht. Zu Gast war auch Bürgermeister Michael Forster, der die Veranstaltung eröffnete. Er erinnerte daran, dass das 2015 eröffnete Bad in seiner Planungsphase für reichlich Diskussion gesorgt hatte, da nicht alle den Bau einer solchen Anlage befürworteten. Heute sind sich der Bürgermeister und wohl die meisten Homburgerinnen und Homburger dagegen einig: „Wir brauchen ein solches Schwimmbad! Für eine Kreis- und Universitätsstadt ist es unbedingt notwendig.“ Dem konnten alle Anwesenden nur zustimmen, denn das Kombibad ersetzt nicht nur das ehemalige Stadtbad als Freizeitangebot und Sportstätte, sondern ist auch zwingend notwendig, um den Schwimmunterricht der umliegenden Schulen zu ermöglichen. Aus Sicht der Stadt ist das Koi daher eine Erfolgsgeschichte durch und durch. Dass Sicherheit in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle spielt, liegt klar auf der Hand. So ergriff im Anschluss ein Mitarbeiter der zuständigen Bäderbaugesellschaft das Wort und erläuterte die Funktionsweise des neuen SwimEye Systems. 

Dieses ist ein Paradebeispiel für den sinnvolle Einsatz von Künstlicher Intelligenz und erhöht die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher des Schwimmbads um ein Vielfaches. Mithilfe zahlreicher Unterwasserkameras erfasst das SwimEye jede Bewegung der Badegäste und kann, dank der verwendeten KI, ganz genau erkennen, wann unnatürliche Bewegungsmuster auf das Absinken einer Person hindeuten. Sofort wird dann ein Alarm ausgelöst, der die anwesenden Rettungskräfte auf den Plan ruft. Auf diese Weise kann wertvolle Zeit gespart werden, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheidet. Mit jedem einzelnen Vorfall bzw. Nicht-Vorfall lernt das System dazu und wird so über die Zeit immer präziser. Schon jetzt kann SwimEye aber mit einer Trefferquote von 99% als extrem zuverlässig betrachtet werden. „Damit ist es allen vergleichbaren Systemen in Deutschland weit voraus“, betonte Helmut Krumböck, Geschäftsführer der Wasserwelt Homburg GmbH. Wichtig sei ihm auch zu erwähnen, dass die Badegäste keine Angst um ihre persönlichen Daten haben müssen; „SwimEye beginnt mit der Aufzeichnung von Videomaterial erst, wenn es einen Notfall erkennt und beendet die Aufnahme bereits 15 Sekunden danach. Die entstandenen Videos werden außerdem nur unter Vorlage einer Gerichtlichen Anordnung von der Firma Jomatec als Betreiber zur Verfügung gestellt.“ Das Schwimmbad selbst hat also keinerlei Zugriff auf das Bildmaterial. Hinzu kommt auch, dass SwimEye nicht mit dem Internet verbunden ist und daher keine Möglichkeit für Hackerangriffe besteht. Badegäste können sich also weiterhin bedenkenlos im Schwimmbecken bewegen, ohne Angst vor ständiger Videoüberwachung haben zu müssen. Sinn und Zweck der Anlage ist einzig die Unterstützung der Bademeister und die Erhöhung der Sicherheit für die BesucherInnen. Sowohl Krumböck als auch der Bürgermeister betonten in diesem Zusammenhang, „dass diese Maßnahme nicht dazu diene Personal einzusparen, sondern lediglich ein zusätzliches Sicherheitsangebot geschaffen wurde.“ Es werden daher auch weiterhin, je nach Besucheranzahl 2 bis 4 Bademeister pro Becken vor Ort sein, um im Notfall eingreifen zu können. Für die Anschaffung des SwimEye Systems hat die Stadt rund 85.000 Euro investiert, „das ist uns die Sicherheit der Besucher allemal wert“, sagte Manfred Rippel, der als Aufsichtsratsvorsitzender der Homburger Bädergesellschaft ebenfalls vor Ort war. Dem konnten sich alle Anwesenden nur anschließen. Das menschliche Reaktionsvermögen ist gut, aber wir leben in einer Zeit, in der künstliche Intelligenz und Automatisierung in ihrer Entwicklung immer weiter fortschreiten und dabei in der Lage sind, auf einigen Gebieten deutlich zuverlässiger zu agieren, als wir Menschen es können. Es ist daher gut und sinnvoll, sich diese Entwicklung zunutze zu machen, um Unfällen so gut wie möglich vorzubeugen und damit Leben zu retten. Ob SwimEye in Zukunft auch im Außenbecken des Kombibades für mehr Sicherheit sorgen wird, steht noch nicht fest, seine Probezeit im Innenbereich hat das System zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls mit Bravour gemeistert. 



Bilder: Marcel Schmitt
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