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"Erbach erklingt!"

Stadtteil Erbach feierte 1. Interkulturelles Quartierfestival

  • Beim letzten Song des Reggaekonzerts von
  • Der Festplatz mit Bühne mit Blick auf die alte Turmuhr
  • Michael Wack mit seiner Gruppe

Seit Jahrzehnten hatte es in Erbach kein größeres Event mehr gegeben. Mal ein Weihnachtsmarkt auf dem kleinen Dorfplatz - mal eine Mini-Kerb auf dem Schulhof der Luitpoldschule - aber auch das ist schon Jahre her. Und das, obwohl ja einst mal angedacht war, das leerstehende Gebäude des ehemaligen Markant-Markts auf dem einstigen Eduard Vollmer Platz als Eventhalle für Musik und Tanz auszubauen. Dies war mal zur Amtszeit der letzten beiden "Stadteilmanager-Innen" von Erbach im Gespräch der Stadtteilkonferenz "Lebendiges Erbach". Dabei blieb es dann aber auch: Heute steht auf dem ehemaligen Eduard Vollmer Platz der neue "Seniorenwohnpark" Kollwitzstraße. Lang lang ist´s her... Nun, mit der neuen "Quartiermanagerin" Elena Burgard hat sich diesbezüglich endlich etwas in Homburgs größtem Stadtteil getan. Seit gut einem Jahr amtiert Frau Burgard in ihrem Job und hatte von Anfang an große Pläne für den Stadtteil Erbach. Ihr ist nach kurzer Zeit und in Zusammenarbeit mit der Stadtteilkonferenz "Lebendiges Erbach" ein großer Coup und der erste Schritt in Richtung wiederkehrende Kulturveranstaltungen in Erbach gelungen. So war das diesjährige Event "Erbach erklingt" wohl das Highlight für den Stadtteil im Sommer 2022. Am Wochenende des 16. und 17. Juli fand in Erbach das erste interkulturelle Quartiersfestival statt. Trotz der hohen Temperaturen herrschte dennoch großes Interesse seitens der Bürgerinnen und Bürger in Homburgs größtem Stadtteil zwei Tage lang LIVE-Musik zu hören und mal draußen so richtig zu feiern. Und es waren auch zwei Tage voller Musik, Klang, Rhythmus und Tanz. Die beiden Programmtage waren quasi im Stundentakt von morgens 11 Uhr an bis abends um 19 Uhr mit Bands, Konzerten, Chören, Workshops und Vorführungen belegt. Dessen geschuldet entschuldigen wir uns schon jetzt, wenn hier nicht über alle gut und gerne 20(!), Programmpunkte eins zu eins berichtet wird. Noch eines zum Angebot vorweg: Es gab internationale Speisen, ein Spielmobil und Kinderschminken für die lieben Kleinen, eine Tombola mit Glücksrad vom dm-Markt, einen Stand von "foodsharing.de", einen Getränkewagen betrieben von den Footballern der Saarpfalz-CELTICS und an verschiedenen Standorten in Erbach gab es für die Bevölkerung interkulturelles Programm zu bestaunen. Hier folgt nun ein Auszug vom groben Ablauf der Geschehnisse: Am Samstagmorgen um 11 Uhr begann das Fest. Nach den Eröffnungsreden von Bürgermeister Michael Forster, der Quartiersmanagerin Elena Burgard sowie dem Vorsitzenden der Stadtteilkonferenz "Lebendiges Erbach" Friedrich Burgard und dem CDU-Bundestagsabgeordneten und Ortsvertrauensmann Markus Uhl, startete das Fest mit einer orientalischen Tanzvorführung des deutsch-türkischen Elternbundes. Im Anschluss gab es einen Salsa-Kurs zum Mitmachen; ausgerichtet von der Tanzschule Srutek, der vom Publikum vor Ort auch begeistert angenommen wurde, denn sehr viele machten gleich selbst mit. Um circa 13 Uhr spielte die Band "Silent Trigger" der "Learn to Rock" Music School Homburg mit dem Schulleiter Marc Spies höchst persönlich am Drumset. Am Nachmittag fand in der Pro Seniore Residenz (Glanstraße) ein Gartenfest mit dem DJ "Last Flowerpunk" statt, während in der Böcklinstraße das ARTefix Kunstschulen Projekt "Böcklinstraße-mehr als nur wohnen!" seinen Abschluss auf dem Schulfest der Langenäckerschule zelebrierte. Neben der Vorstellung der fertiggestellten Skulpturen, die von den Kindern im letzten halben Jahr gefertigt wurden (wir berichteten), war der Höhepunkt die Rap-Einlage mit dem freundlichen und in Erbach gut bekannten Onur Mert. Dieser hatte in den letzten Wochen und Monaten mit den eifrigen Kindern fleißig Sprechgesang geübt und die Kinder trauten es sich nun zu, in der Öffentlichkeit vor vielen Menschen selbst mal zu rappen. Gegen Abend spielte dann ab etwa 18 Uhr LIVE on stage "Oku and the Reggae Rockers" auf dem Festplatz in der Nahestraße (unterhalb der Homburger TAFELN gelegen). Der hoch geschätzte und allzeit sympathische Oku gewann mit seinen deutschen Texten über Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit in diesen schweren Zeiten sofort die Herzen der Zuhörerschar. Wie schon erwähnt war der Tag ja im Stundentakt ab ca. 11 Uhr morgens bis abends um 19 Uhr derart voll mit Veranstaltungen durchgetaktet, dass hier im Einzelnen nicht jeder einzelnen Rechnung getragen werden kann. Das war Tag eins. Der zweite Festivaltag begann am Sonntag dann um 10 Uhr mit einem offenen Gottesdienst mit der "Luther company", die ihr Musikspiel mit Piano, Gitarre, Bass, Saxophon, Cachon und Gesang in der protestantischen Martin-Luther-Kirche zum Besten gab. Um 11 Uhr fand ein Flügelkonzert des Erbacher Pianisten und Komponisten Erlo Wagner statt. Ungefähr zur Mittagszeit führten die Cheerleader der Saarpfalz Shame Rocks ihren Cheerdance sowie Schautänze der Homburger Narrenzunft auf. Um 14 Uhr fand ein Ukulele-Konzert der Kinderband "Volltreffer" der evangelischen Stadtmission statt. Im Anschluss spielte die Band "Fenians" ihr Celtic Folk Programm. Nach 16 Uhr spielte Michael Wack von der Trommelschule "Tam Tam" zusammen mit dem afrikanischen "drum circle" sowie Pietro Ramaglia. Nach deren Bühnenshow luden die beiden gut gelaunten Musiker alle Interessierten zu einem Trommelworkshop auf der Festwiese neben der Bühne ein, woran dann auch prompt viele begeisterte Menschen aus dem Publikum teilnahmen. Zum Abschluss des 1. interkulturellen Quartiersfestivals spielte, wie auch am Vorabend mit Oku, wieder eine Reggaeband. "Exile di Brave" verstand es, mit dem Freude strahlenden, in Jamaika geborenen, Frontmann Clayton Johnson  tanzenergisch dem Publikum derart einzuheizen, dass dieses sich beim Abschlusssong in großer Zahl auf der Bühne einfand um dem Fest mitsingend und mittanzend einen würdigen und freundschaftlichen Abschluss zu verleihen. Reggae vereint - und das eben auch unabhängig von Nationalität, Herkunft oder Hautfarbe. Dies wurde mit den beiden Abendbands "Oku & the Reggaerockers" und" Exile di Brave" mal wieder eindeutig bewiesen, denn das gesamte Fest verlief ohne Querelen, Rangeleien oder sonstigen Ausschreitungen oder Auseinandersetzungen auf dem Gebiet der "alten Kaserne" im zutiefst friedlichen Stadtteil Erbach. Gerne möge man sich daran erinnern, wenn kommende Jahre eventuell erneut ein derartiges Großevent hier ausgerichtet werden sollte. Erbach hat sich bewiesen und hat sich vol allem auch bewährt! Dank ergeht an alle Sponsoren, die Orgateams, die Vereine und all die vielen engagierten Einzelpersonen, die mitgemacht haben und halfen dazu beizutragen, dass Erbach (inter)kulturell in diesem Glanz erstrahlen konnte. 

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