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Elena Burgard als neue Leiterin des Quartierbüros

Neue Stadtteilmanagerin in Homburgs größtem Stadtteil

Die bagatelle hat kürzlich mit der seit Anfang Mai in Homburg aktiven Soziologin und Stadtgeographin Elena Burgard ein Interview im Mehrgenerationenhaus „Haus der Begegnung“ in Erbach geführt. Dort saß sie bei unserem Eintreffen schon fleißig mit der Hausleitung Patrizia Delu zusammen an einem Tisch und wurde uns vorgestellt. Elena Burgard ist Jahrgang 1990, verheiratet und Mutter. Gebürtig im Bliesgau, Schulabschluss am Homburger Johanneum, danach folgte ein Studium der Soziologie, Politik und Humangeographie mit Schwerpunkt Stadt- und Regionalentwicklung. An der TU-Kaiserslautern lehrte sie als Dozentin für Stadtentwicklung. Im locker geführten Gespräch mit der sympatischen jungen Frau über dies und das nahm das Interview plötzlich Fahrt auf, als sie begann, von ihrem Lieblingsthema zu sprechen: Dem Gedanken der „Transition Town“. Kennen Sie nicht? Nun ja, als Frau Burgard in Bayreuth studierte, fiel ihr dort schon auf, daß Bayreuth eine sehr kreative, künstlerische, alternative Stadt, mit ganz vielen Fair-Teilern, Food-Sharing Stationen und alternativen Konzepten und Aktionen ist.

Ein ähnliches „Haus der Begegnung“ existiert dort auch, unter anderem aber auch Fahrradwerkstätten, Co-Working Spaces, Unverpackt-Läden und andere Projekte, die für die meisten Homburger Leser-Ohren (noch) Zukunftsmusik sind. Über kurz oder lang wird sich diese neue Auffassung von „Stadt“ aber in diese Richtung hin entwickeln. Und da unsere Stadt Homburg ja den Titel „soziale Stadt“ sowie „grüne Stadt“ trägt, ist eine dahingehende Entwicklung durchaus möglich, wenn nicht sogar begrüßenswert! Elena Burgard ist eingestellt worden, um Potenziale in Homburg aufzuzeigen, was das „Integrierte Städtebauliche Konzept“ (kurz: SEK) angeht, und diese umzusetzen. Ziele dieses SEK sind zum einen, städtebauliche Missstände zu beseitigen und zum anderen, soziale Strukturen im Quartier Erbach zu verbessern. Ihr ist der Zusammenhalt und die Aufwertung des Quartiersimages sehr wichtig. Ihrer Grundhaltung und Ausbildung zufolge findet sie, „...daß Raum ein zutiefst soziales Gut ist. Stadt und Raum kann nicht aufgeteilt werden und ist für alle da.“ Das ist ihr Credo. Stadtentwicklung sollte sich ihrer Meinung nach den aktuellen Fragestellungen und Bürgerthemen nicht verweigern - auch nicht verweigern dürfen. Im weiteren Verlauf des Interviews, dessen Gesamtheit hier den Rahmen sprengen würde, kamen Themen auf, wie die aktuelle Situation in der Böcklinstraße und dem dortigen neuen Investor sowie den hierin liegenden Chancen und Risiken. Als weiteres Thema kam die festgefahrene Situation bzgl. der beiden Außenanlagen der Kita Charlottenburg und dem nebenan gelegenen Caritas Kinderzentrum auf (wir berichteten).

Die „Schmerzstelle“, wie sie es nennt, seien die Kinder und deswegen bringe sie die beteiligten Akteure gerne zusammen an einen runden Tisch, damit das miteinander Reden beginnen könne - wenn denn hoffentlich alle Akteure der schon erfolgten Einladung durch Frau Burgard auch nachkommen werden. Thema Bauland: Als sie nach ihrer Zeit an der TU-Kaiserslautern in Frankfurt bei der Hessischen Landgesellschaft arbeitete, hat sie versucht dort dafür zu sorgen, daß nicht irgendwelche geldhungrigen Investoren Land aufkaufen und kein Platz mehr für sozialverträglichen Wohnungsbau zur Verfügung steht. Im Prinzip also preisneutrale Baulandentwicklung für Kommunen, sodaß dies auch erschwinglich ist für Familien und eben Menschen ohne Millionen auf dem Konto, wie sie beherzt sagt. Ihre Studien in Berlin haben aufgezeigt, daß es dort wohl sehr gut gelinge, die Leute zu mobilisieren. Für „ihren Kiez“, wie man dort sagt, stehen die Menschen auch gerne ein. So etwas stellt sie sich auch gut für Erbach vor und dafür braucht es eben auch ein (echtes!) soziales Netzwerk mit einer gut funktionierenden Struktur und den dementsprechenden Ansatzknotenpunkten. Frau Burgard nimmt sich dies als Vorbild und sieht sich als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger in Erbach und werde versuchen, zwischen den jeweiligen Interessengruppen zu vermitteln. Das „Haus der Begegnung“ in Erbach ist hierfür geradezu ideal. Als Anlaufstelle wird es Frau Burgard zum regen Austausch dienen und auch die regelmäßigen Treffen mit der hier tagenden „Stadtteilkonferenz Lebendiges Erbach“ werden es ihr hoffentlich ermöglichen, einerseits den Einstieg zu schaffen, die Akteure vor Ort besser kennen zu lernen und andererseits, die Kooperation durch die Vernetzung besser zu handhaben und auszugestalten. Zu erreichen ist Elena Burgard im Quartiersbüro, Im Hügelweg 4, Erbach. Der aktuellen Situation geschuldet bitte Terminvereinbarungen telefonisch vornehmen unter 06841-9898587. Herzlich willkommen in unserem schönen Stadtteil Erbach Frau Burgard!

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