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Chaos am Kleidercontainer!

Ein wachsendes Problem im Alltag

09.04.2026

  • Auch rund um den die benachbarten Glascontainer wird offensichtlich „wild“ abgelagert
  • Kleidungsstücke liegen kreuz und quer auf dem Boden, teilweise verschmutzt oder durchnässt.  Auch in der weiteren Umgebung, bis hin zur Rollschuhbahn findet sich jede Menge Abfall

Ein Bild, das viele Bürgerinnen und Bürger inzwischen nur allzu gut kennen: Aufgerissene Säcke, verstreute Kleidungsstücke, einzelne Schuhe und Sammelcontainer, die längst überfüllt sind. 

Genau dieses Szenario bietet sich derzeit auch an einem Standort in unmittelbarer Nähe des Homburger Aldi-Parkplatzes. Was eigentlich ein Ort der Nachhaltigkeit und Hilfe sein soll, entwickelt sich zunehmend zu einem unschönen Schandfleck. Wer den Bereich passiert, dem fällt sofort der Zustand ins Auge. Kleidungsstücke liegen kreuz und quer auf dem Boden, teilweise verschmutzt oder durchnässt. Offenbar wurden abgegebene Säcke gezielt aufgerissen und durchwühlt – vermutlich auf der Suche nach noch brauchbaren oder wertvollen Teilen. Der Rest bleibt achtlos zurück. Für Passanten entsteht so nicht nur ein unordentlicher, sondern auch ein etwas würdeloser Anblick. Dabei verfolgen Kleidercontainer grundsätzlich einen sinnvollen Zweck: Gut erhaltene Kleidung soll gesammelt, sortiert und anschließend Bedürftigen zur Verfügung gestellt oder recycelt werden. Doch die Realität sieht vielerorts anders aus. Überfüllte Container, mangelnde Leerungsintervalle und das gezielte Durchsuchen durch Dritte führen dazu, dass ein Großteil der Spenden unbrauchbar wird. Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Vielen Menschen ist nicht klar, welche Organisation hinter den Containern steht und was tatsächlich mit den Spenden passiert. Während einige gemeinnützige Zwecke verfolgen, arbeiten andere kommerziell. Diese Intransparenz kann dazu beitragen, dass der Respekt vor den abgegebenen Kleidungsstücken sinkt. Auch die Standortwahl spielt eine Rolle. Plätze wie Supermarktparkplätze sind zwar praktisch und gut erreichbar, jedoch zugleich stark frequentiert. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Container schnell überfüllt sind und Unordnung entsteht, wenn keine regelmäßige Kontrolle erfolgt. Die Folge ist ein Teufelskreis: Je unordentlicher ein Standort wirkt, desto eher fühlen sich Menschen dazu verleitet, ihren Müll einfach dazuzustellen oder Säcke daneben abzustellen, anstatt sie ordnungsgemäß zu entsorgen. Aus einer guten Idee wird so schnell ein lokales Ärgernis. Die Situation am Aldi-Parkplatz ist daher kein Einzelfall, sondern symptomatisch für ein größeres Problem. Gefragt sind hier sowohl die Betreiber der Container, die für regelmäßige Leerung und Instandhaltung sorgen müssen, als auch die Bürgerinnen und Bürger, die verantwortungsvoll mit ihren Spenden umgehen sollten. 

Denn am Ende geht es um mehr als nur Ordnung: Es geht um den respektvollen Umgang mit Ressourcen – und mit den Menschen, denen diese Spenden eigentlich zugutekommen sollen. © Heinz Hollinger

 



Bilder: Heinz Hollinger
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