Benefizkonzert für das neue altersübergreifende Palliativzentrum "Schmetterling"1.300 Besucher feierten mit der Big Band der Bundeswehr und Gaststar Tom Gaebel einen Gala-Abend der Extraklasse08.02.2026Es war ein frostiger Wintertag, doch im Erbacher Sportzentrum wurde es am 26. Januar schlagartig heiß. Wenn die Big Band der Bundeswehr gemeinsam mit Swing-Star Tom Gaebel zum Benefizkonzert bittet, dann hält es niemanden auf den heimischen Sofas. Das Ziel des Abends: Unterstützung für das geplante Kinder- und Erwachsenenhospiz "Schmetterling". Wer an diesem Montagabend zum Sportzentrum wollte, brauchte gute Nerven bei der Parkplatzsuche. „Ich habe gefühlt in Reiskirchen geparkt“, scherzte ein Besucher am Eingang, während er sich umschaute und sich die Besucherschlange vom Gebäudeeingang bis hin zur Dürer Straße zog! 1.300 Gäste kamen, auch aus dem Umland angereist, um sich bei einem absolut fairen Eintrittspreis von 15 Euro Tom Gaebel und die renommierte Big Band der deutschen Bundeswehr nicht entgehen zu lassen. Drinnen, im Erbacher Sportzentrum, bot sich ein beeindruckendes Bild: Die Halle war bestuhlt worden mit breiten Gängen, und auf den Rängen drumherum saßen die Menschen gemütlich beisammen und allesamt genossen sie die tolle Show. Da im Zentrum des Abends dieses Benefizkonzertes das Projekt "Schmetterling" stand und jedes Hospiz gesetzlich dazu verpflichtet ist, 5 % der Kosten aus Spenden zu finanzieren, wurde auch fleißig hierfür gesammelt und eben gespendet. Mit dem Kauf eines kleinen roten LED-Blinklicht-Herzens konnte man seiner Spendenbereitschaft Ausdruck verleihen, und daher blinkte es auch überall im Publikum – eben ein Herzensprojekt. Sehr schön. Zu dem generationsübergreifenden Palliativzentrum, welches am Homburger Uniklinikum entstehen wird, sagte der anwesende Bürgermeister Manfred Rippel im Interview kurz vor dem Konzert: „Ich bin sehr froh, dass wir jetzt in Homburg dieses Konzert haben. Auch freue ich mich für Homburg, dass wir hier das neue Palliativzentrum bekommen, und ein Hospiz tut natürlich der zweitgrößten Stadt im Saarland und dem Uniklinikum sehr gut.“ Professor Dr. Sven Gottschling, Chefarzt des Zentrums für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg sowie Autor diverser Sachbücher zu dem Thema, konnte an diesem Abend leider nicht zugegen sein, nahm aber die Gelegenheit wahr, ein paar einführende Worte per Videobotschaft an das Publikum zu senden. Auch Dr. Magnus Jung, der saarländische Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, gab als Schirmherr des Konzertes und Unterstützer der Aktion auf der Bühne dem Publikum zu verstehen: „Das Sterben gehört zum Leben dazu und der Tod gehört zum Leben dazu, und es ist unsere gemeinsame Aufgabe, denjenigen, die sterben müssen, ein würdiges Sterben und ein Sterben ohne Schmerzen zu ermöglichen“ und unterstrich damit die Bedeutung dieses Vorhabens für das gesamte Saarland. Es ist ein noch immer relativ unausgesprochenes Thema in der Gesellschaft, das jedoch jeden Menschen vielleicht einmal betreffen kann. Daher ist es auch so wichtig, sich damit zu befassen und sich für eine Einrichtung, wie das Palliativzentrum "Schmetterling" stark zu machen. Insgesamt wird das kommende Erwachsenenhospiz für 16 erwachsene Gäste sowie 8 Kinder Raum bieten. Nach den einführenden, nachdenklich stimmenden Worten an das Publikum, ging die eigentliche Show los. Das erste Set stimmte die Gäste auf den Abendhöhepunkt im späteren Verlauf ein. Unter der Leitung von Bandleader Oberstleutnant Tobias Terhardt, spielte die Big Band der Bundeswehr zusammen mit diversen Vocal-Künstlerinnen, wie zum Beispiel Bonita Niessen und Sofia Anderson. In der Pause konnte man sich im Foyer des Erbacher Sportzentrums mit Getränken und leckerer Currywurst vom Catering-Team des Homburger Oh!lio stärken. Danach betrat mit gewohntem Sinatra-Charme und westfälischem Humor Tom Gaebel die Bühne. Augenblicklich verwandelte sich die Sporthalle in eine stilvolle Jazz-Lounge. Mit Klassikern wie "Fly Me to the Moon" bewies Gaebel, warum er als der deutsche Sinatra gilt. Doch Gaebel punktete nicht nur mit seiner Samtstimme, sondern auch mit humorvollen Einblicken in sein Gefühlsleben. Mit Blick auf seinen 50. Geburtstag im vergangenen Jahr philosophierte er: „Wenn man in den Spiegel schaut, wird einem klar: Mein lieber Scholli, das erste Drittel ist vorbei!“ Das Publikum lachte ausgiebig bei Gaebels niveauvollen Scherzen, die er immer wieder gekonnt zwischen den vorgetragenen Liedern in die Show mit einstreute. Besonders herzlich wurde es, als er seine verstorbene Oma grüßte, eine waschechte Westfälin, die immer sagte: „Besser alt als kalt!“ Passend dazu servierte er den meistgecoverten Song aller Zeiten – Cole Porters "I've Got You Under My Skin" – und brachte das Publikum im Sportzentrum zum Träumen. Musikalisch ließ die Big Band keine Wünsche offen. Zum Finale hin wurde es dann noch einmal richtig lebhaft. Gaebel kündigte den Mambo No. 5 augenzwinkernd als „etwas Einfacheres in Richtung Brunftschrei“ an – perfekt für alle, denen die Sinatra-Melodien zum Mitsingen zu komplex waren, laut Gaebel. Am Ende dieses schönen Abends war eine Botschaft klar: Homburg lässt niemanden im Regen stehen. Das Team vom "Schmetterling" konnte sich über eine überwältigende Spendenbereitschaft freuen. Es war ein Abend, der bewies, dass großartige Musik und soziales Engagement im Sportzentrum Erbach eine perfekte Symbiose bei uns im schönen Homburg eingingen. Text: Chris Ehrlich Bilder: Chris Ehrlichzur Übersicht Sie möchten eine Werbeanzeige schalten?Rufen Sie uns gerne unter +49 (0) 68 41 / 61 40 5 an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.BagatelleDie Homburger StadtzeitungSeit Oktober 2019 bieten wir Ihnen auch an, die Bagatelle online zu lesen. Klicken Sie einfach auf den unten stehenden Link, um dann kostenfrei die Bagatelle als PDF lesen zu können. Um künftig noch schneller und aktueller zu sein, werden wir auch online für Sie noch präsenter sein. Viel Spaß wünscht Ihnen das Team der Homburger Stadtzeitung! Online-Ausgabe
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