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Ausstellung "Heimat.Nah." in der Galerie im Kulturzentrum Saalbau

von Fotograf Udo Steigner

  • Udo Steigner erklärt seinen Gästen wichtige Details

Vom 16. Mai bis zum 5. Juni 2022 war in der Galerie im Homburger Saalbau ein Kunstausstellung zu sehen. Mittwochs bis sonntags konnte man diese von 14 bis 17 Uhr kostenlos besuchen. Die Ausstellung war im Vorfeld in der lokalen Presse gut beworben worden und stellte für Kenner der Szene sowie Fotobeisterte wohl ein Highlight der Saison dar. Der gebürtige Homburger Udo Steigner (Jahrgang 1964) fotografiert schon seit seinem 14. Lebensjahr. Mit 15 hatte er sich schon sein eigenes kleines Labor eingerichtet, in dem er seine Bilder (damals noch auf Filmmaterial) selbst entwickelte. Als Schüler arbeitete er für die Schülerzeitung und die Weichen zur Pressefotografie waren im Grunde schon dadurch gestellt worden, dass seine Eltern als Zeitungsredakteure arbeiteten. Während seines Volontariats bei der Saarbrücker Zeitung arbeitete Herr Steigner bei der Fotoagentur Hartung und war lange Zeit als freiberuflicher Fotoreporter tätig. Zeitweise erschienen sogar Artikel und Bilder von ihm in der bagatelle (!), wie er im Interview schmunzelnd der bagatelle gegenüber schilderte. Er arbeitete auch eine Zeit lang als Redakteur beim „Pfälzischer Merkur“ und er war unter Landrat Clemens Lindemann über 15 Jahre lang Pressesprecher bei der Homburger Kreisverwaltung. In dieser Zeit war Herr Steigner auch massgeblich mit engagiert bei der „Galerie im Homburger Forum“, die damals, zirka alle 6 Wochen wechselnd, gut und gerne um die 10 Ausstellungen in jedem Jahr vorzuweisen hatte. Nach dem Ende der Amtszeit von Landrat Lindemann fiel die Galerie im Homburger Forum weg und Herr Steigner begann als Kurator für die Galerie Beck in Schwarzenacker tätig zu werden, die auch noch heute seine Werke vertritt und in der er wiederkehrend Ausstellungen kuriert. Der bagatelle gegenüber sagte er im Interview, er habe sich schon immer die Freiheit genommen, seine eigenen Bilder zu machen – eben ganz nach seinen persönlichen Vorstellungen. Das merkte man auch bei einer seiner vielen angebotenen Führungen durch die eigene Bilderausstellung. Diese Führungen waren ein absolut angenehmer Austausch zwischen ihm und seinen Gästen. Man merkte als Besucher gleich, dass er sich in seinem Handwerk Fotografie sehr gut auskennt. Seinen Besuchern in der Ausstellung schilderte er zum Beispiel im Einzelnen, wo und wie die jeweiligen Aufnahmen entstanden sind, ging auf Einzelheiten ein, was zum Beispiel die Bildkomposition mittels welcher Kameraobjektive angeht und dass er tageszeitabhängig die abzulichtenden Örtlichkeiten und Szenerien auch immer mal wieder mehrmals aufsuchen musste, bis das Licht genau so war, wie er es in seinen Bilder haben wollte, um die Bildinhalte genau nach seinem Gusto in Szene zu setzen. Herr Steigner berichtete aus seinem Leben, von seinen Fotoreisen und lieferte auch viele technische Einblicke in seine Arbeit als Fotograf. Diese Führungen waren für jede*n Interessierte*n ein willkommener Einblick wie ein Profi arbeitet und welche Strapazen es manchmal gilt über sich ergehen zu lassen, um das gewünschte Bildresultat auch wirklich zu bekommen. Fotografie kann Kunst sein - ist aber auch vor allem Handwerk, und Handwerk bedeutet Arbeit und Zeit aufzubringen. Wichtig ist es aber auch, ein Auge für Situationen zu haben, die schnell auftauchen und ein Gespür zu entwicklen für die eigene Ausrüstung und wie man damit beim „Lichtmalen“ umzugehen hat. Die Besucher*innen bekamen aufschlussreiches und informatives Fachwissen von einem professionellen Fotografen mit langjähriger Erfahrung. Daneben lernte man Udo Steigner auch als einen sympathischen, absolut angenehmen Zeitgenossen kennen, der viel im Fotometier unterwegs war (und ist) und es versteht, gut und humorvoll darüber zu berichten. Im Zeitalter der digitalen Fotografie kreiert er auch heute immer noch sehr gerne teils aufwendige, analog entstehende Bildwerke neben seinen digitalen Arbeiten, die im Grunde unumgänglich geworden sind und heutzutage technische Möglichkeiten bieten, von denen ja früher in der „guten alten Zeit“ nur zu träumen war. Sollten Sie, liebe Leser*innen einmal die Gelegenheit haben, sich eine Fotoausstellung von (oder auch nur mit!) Udo Steigner zum Beispiel in der Galerie Beck in Schwarzenacker anzusehen, so sei Ihnen hiermit empfohlen: Tun sie es! Es ist für jede*n Fotografiebegeisterte*n absolut jede Minute Lebenszeit wert. 



Text und Bilder: Chris Ehrlich
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