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Neubeginn der Homburger Kultur

„Mysterien der Liebe“

Noch vor wenigen Monaten hätte es kaum jemand für möglich gehalten, doch nun ist es schon wieder Geschichte: Das Homburger Klassik Open-Air hat nach einem Corona bedingten Totalausfall im Vorjahr am Wochenende in seiner elften Auflage stattfinden können. Mit handverlesenen Opern-Arien, Ouvertüren und Filmmelodien hinterließen Dirigent Jonathan Kaell und die rund 50 Instrumentalisten des Homburger Sinfonierorchesters gleich mehrere Hundert begeisterte Klassikfans. Gemeinsam setzten sie das Signal: Das kulturelle Leben in der Kreisstadt hat wieder begonnen.


Es war sicherlich ein Konzert mit vielen gefälligen Melodien, aber nach dem langen Lockdown war es auch angebracht, mit gerne gehörten Werken für Aufbruchstimmung zu sorgen. Gefällig bedeutet längst aber nicht trivial. Und genau das ist die bevorzugte Linie, die das Homburger Orchester seit fünf Jahrzehnten hält: Leichtigkeit mit hohem Anspruch.

Vier Monate Vorbereitungszeit, sieben gemeinsame Proben im Saalbau und im Mannlich-Gymnasium und dann rauf auf die Bühne, um die „Mysterien der Liebe“ in den Blick zu nehmen und die Gelegenheit zu bieten, diese Geheimnisse im Wortsinne zu „erhören“. Um genügend Menschen diesen Genuss zu ermöglichen, hatten die Veranstalter das Klassik Open-Air wieder auf den Christian Weber-Platz geholt, dorthin, wo diese Superlativ-Veranstaltung einst mit der Festa Italiana aus der Taufe gehoben wurde. Die Sponsoren des Orchesters und des Open Airs sind die gleichen geblieben. Die Naturwaren GmbH von Dr. Peter Theiss hat allerdings in diesem Jahr noch tiefer in die Tasche gegriffen, um das Konzert zu ermöglichen; die Stadt Homburg beteiligte sich mit der Übernahme des Orchesterhonorars und der Manpower ihres Kultur- und Ordnungsamtes und des Baubetriebshofes. „Wir haben lange überlegt, wo und wie wir das Konzert stattfinden lassen wollen und ob wir es überhaupt stattfinden lassen sollten. Wir haben dann aber gesagt: Wir brauchen einen Startschuss für kulturelle Veranstaltungen und zur Belebung der Innenstadt. Gerade die Kulturbranche hat sehr gelitten und der Einzelhandel ohnehin“, unterstrich Bürgermeister Michael Forster die Bedeutung des Klassik Open-Air für die gesamte Stadt. Dieser Bedeutung war sich dann auch das Sinfonieorchester vollumfänglich bewusst, das ein wirklich überzeugendes und mit Leidenschaft gespieltes Konzert ablieferte. Hintergründiges zu den einzelnen Werken erzählte in seiner unnachahmlichen Art Moderator Dr. Holger Hettinger. Als Solistin sang sich die Mezzosopranistin des Saarländischen Staatstheaters, Judith Braun, in die Herzen der Zuhörer. Der erst 20jährige Pablo Hubertus, seit einem Jahr 1. Konzertmeister des Orchesters, brillierte als Geiger mit der Carmenfantasie von Sarasate. Die ausgewählten Werke von Mozart, Rossini, Bizet, Offenbach, Rota, Strauss, Webber, Morricone, Sullivan und Händel fanden bei der für Publikum zugänglichen Generalprobe und beim eigentlichen Konzert großen Gefallen. Wenn nun jeder der am Konzert beteiligten Akteure zum Multiplikator wird, dann müsste binnen weniger Wochen das Leben in der Innenstadt tatsächlich wieder pulsieren.

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