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Junge Union und Stadt Bexbach stellen Bienenfutterautomaten

„Bexbach plays to bee“

Über ein halbes Jahrhundert hingen sie in den deutschen Städten an markanten Punkten oder tun es inaktiv noch immer. Kaugummiautomaten schluckten Münzen und spendeten im Tausch bunte Kaugummikugeln oder Überraschungskapseln. 2019 kam in Dortmund Sebastian Everding auf die Idee, den ausrangierten Automaten ein zweites Leben zu schenken. Aus dem Kaugummiautomaten wurde ein samenspendender „Bienenretterautomat“. Everding und seine Mitstreiter befreiten die Gehäuse von ihrer roten Farbe, lackierten sie leuchtend gelb und befüllten sie mit Kunststoffkapseln, die Blumensamen beinhalten. Ihr Wunsch: Wenn möglichst viele Menschen den Inhalt der Samenkapseln ausbringen, dann wird Deutschland nicht nur bunter, sondern bietet Bienen und anderen Insekten deutlich mehr Nahrungs- und Lebensraum.

Die Idee fand bundesweit immensen Anklang. Alleine das saarländische Umweltministerium erwarb 15 solcher Automaten und lud Verwaltungen und Initiativgruppen dazu ein, solche zum Nulltarif für die jeweiligen Kommunen zu beantragen.

In Bexbach stellten die von Moritz Aulenbacher geleitete Junge Union und die Stadtverwaltung einen solchen Antrag. Weil die Produktion und Lieferung der Automaten von der Verfügbarkeit von Altgeräten abhängig ist, hatte es etwas gedauert, bis der von Aulenbacher im März 2021 gestellte Antrag abschließend bearbeitet und der Bienenfutterautomat geliefert wurde. Letzte Woche war es dann soweit. Unweit des Brennhauses des Obst- und Gartenbauvereines in der Grünen Lunge hatte der Baubetriebshof auf städtischem Areal die Halterung gesetzt. Aulenbacher und sein Team befüllten den Automaten mit den Samenkapseln und die Anwesenden gingen gleich mit gutem Beispiel voran. Voraussetzung für die Genehmigung eines Automaten ist der Nachweis, dass man personell so gut aufgestellt ist, dass man sich um Pflege und regelmäßige Befüllung des Automaten kümmern kann. „Die Kosten für Herstellung und Vertrieb der Kapseln liegen bei 37 Cent. Gefüllt sind sie mit Samenmischungen von Blühpflanzen, die in Südwestdeutschland verbreitet sind“, so Aulenbacher. Für 50 Cent können Bürger nun zur Bienenrettung beitragen.

Das, was an Centbeträgen als Plus von der Junge Union verbucht werden könnte, werde für Bildungsprojekte der Initiative Bienenrettter gespendet. Damit das Bienenfutterprojekt nachhaltig bleibt, sind die Nutzer aufgerufen, die leeren Kapseln in die hierfür aufgehängte Box zurückzugeben. Aulenbacher ordnete die Aufstellung des Bienenfutterautomaten ein in die Initiative „Bexbach plays to bee“ der Junge Union. „Dazu gehört auch, dass wir das hier vor Jahren aufgestellte Insektenhotel wieder auffrischen und befüllen, ebenso das Anlegen einer Blühfläche in der Grünen Lunge“, so der Vorsitzende. Letzteres hatte er als Antrag im Vorjahr im Ortsrat eingebracht. Die Stadtverwaltung kümmere sich derzeit darum, versicherte der anwesende Bürgermeister Christian Prech. Und: „Auch wir als Stadt haben einen Bienenfutterautomaten beantragt, den wir im Blumengarten aufstellen werden.“

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