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Gemeinde Maria vom Frieden hat nun das modernste Pfarrzentrum

Müssen werden wie ein Magnet!

Für rund eine halbe Million Euro hat in den letzten zwei Jahren die Unterkirche von Maria vom Frieden in Erbach eine Kernsanierung durchlaufen. Entstanden ist dort das derzeit wohl modernste Pfarrzentrum im Stadtgebiet von Homburg. Ab sofort soll sich dort nun neues Leben entwickeln in einem Begegnungsort, der offen nach außen sein will. Verfügbar sind ein Versammlungsraum, ein Bistro-Raum eine moderne Küche, ein Jugendraum, Abstell- und Heizungsraum und barrierefreie Toiletten für alle Geschlechter getrennt und mit Wickelmöglichkeiten ausgestattet. Die Unterkirche hat nach ihrem Umbau auch eine Rampe für Rollstuhl- und Rollator-Fahrer bekommen.

Die ersten Weichen für ein neues Pfarrzentrum der katholischen Gemeinde Maria vom Frieden in Erbach wurden bereits in den 90er Jahren gestellt. Damals profitierte Erbach erstmals vom Bundesstädtebauförderprogramm „Stadtumbau West“. Im Zuge der sich dabei abzeichnenden Fülle an Ideen, was im Stadtteil alles verändert werden könnte, fand sich auch der zunächst noch zaghafte Wunsch nach einer möglichen Modernisierung des neben der Kirche an der Thomastraße gelegenen Pfarrheims und Schwesternhauses.

Doch wie die Gemeinde es auch immer drehte und wendete, es wollte nicht funktionieren. Dies lag vorrangig daran, dass es keine vernünftigen Rettungswege gab und dass die Brandschutzanforderungen so hoch waren, dass an einen Umbau nicht zu denken war. Den letztlichen Ausschlag für einen komplett neuen Denkansatz bot dann die Vorgabe der Diözese Speyer, die der Homburger Pfarrei Heiliger Johannes XXIII. auferlegte, sich allmählich von 60 Prozent ihrer vorgehaltenen Flächen aus Gründen der Kosteneinsparung zu trennen. Diesbezügliche Maßnahmen hat Pfarrer Pirmin Weber mit den Gemeindevertretern in Reiskirchen und Jägersburg bereits umgesetzt, St. Andreas komme noch dran, blickte er bei der Vorstellung des neuen Pfarrzentums in der Unterkirche von Maria vom Frieden in die Zukunft. Auch wenn hier nun völlig Neues entstanden ist, so ist die verfügbare Fläche der Gemeinde dennoch geschrumpft. Das lag an einer im Rahmen der Stadtteilentwicklung mit der Stadt Homburg getroffenen Vereinbarung. Diese – so Weber – hatte zum Inhalt, dass die Stadt das Gelände als Erweiterungsfläche für den Kindergarten erwirbt und im Rahmen von Fördermöglichkeiten den Abriss des Schwesternwohnhauses und des Pfarrheimes bewerkstelligt.

Im Nu konnte die Gemeinde Maria vom Frieden einen beachtlichen Flächenanteil reduzieren. Der Wegfall des Gemeindehauses sollte über die vorhandenen Räume der Unterkirche kompensiert werden. Hier, das machten Friedrich Burgard, Karl Schindler, Theo und Maria Kohl als Mitglieder des Verwaltungsrates und des Gemeindeausschusses deutlich, habe es einen jahrzehntelangen Sanierungsstau und Handlungsbedarf gegeben. Nach dem Abriss der beiden Gebäude wurde die Unterkirche zunächst entrümpelt. Das Architektenbüro Weiland übernahm Planung und Bauleitung für das Projekt Unterkirche, das nun „geöffnet sein wird für Menschen, die sich begegnen und feiern wollen“, wie Pfarrer Weber es bei der Vorstellung auf den Punkt brachte.

Vom Mief und Charme der 50er und 60er Jahre ist überhaupt nichts mehr zu riechen und zu sehen. Burgard, Schindler und die Kohls hatten sich komplett in die Vorbereitung der Maßnahme eingebracht und werden sich weiterhin um das Administrative kümmern. Brandschutz und die vorzeigbare Barrierefreiheit hätten am meisten Geld verschlungen, sagen sie. Viel Geld wurde auch in die moderne Küche investiert. Das neue Pfarrzentrum in der Unterkirche verfügt über Projektionstechnik und WLAN. Für die Gemeinde ist klar, dass nicht nur die Messdiener, die Jugend- und Frauengruppe, Kommunionkinder, Kirchenchor und Singkreis die Räume nutzen, sondern dass diese für unterschiedlichste Anlässe offen stehen sollen: Hausaufgabenbetreuung, Integrationstreffen, Seniorennachmittag und auch Meetings von Homburger Unternehmen. Das Zentrum soll sich mit Leben füllen. Dabei setzen die Verantwortlichen auch auf die enge Kooperation mit dem Quartiersmanagement und der neuen Streetworkerin für Erbach und deren künftigen Ideen für ein gutes Verständnis und Miteinander im Umfeld. Mit der nun gefundenen Lösung für die Unterkirche sind die Verantwortlichen der Gemeinde mehr als zufrieden: „Im Rahmen der Möglichkeiten ist es eine sehr gute Lösung.“ Und mit Blick auf die Zukunft haben sie sich vorgenommen: „Wir müssen werden wie ein Magnet.“

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