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Endlich wieder LIVE-Musik!

Mandy´s Lounge

Nach einer siebenmonatigen Konzert-Zwangspause hatte das Warten in der Lounge endlich ein Ende. Am 18.6.2021 trat der deutsche Sänger und Liedermacher Philip Bölter auf und das höchst beeindruckend, denn auf seiner Blechgitarre zupfte er virtuos die Saiten, spielte die Akkorde, Bassläufe und Melodien gleichzeitig! Auf den Schultern das Gestell mit der Mundharmonika, mit dem Fuß stampfte er den Rhythmus auf der Stompbox. Schloß man die Augen, klang er wie eine ganze Band. Und das ganz ohne Loops und gern auch ganz ohne Strom. Kennt man Künstler wie Neil Young oder Chris Whitley, merkte man, von wem Philip musikalisch beeinflusst wurde. Doch so richtig funktioniert das Schubladensystem „beim Bölter“ einfach nicht, hat es noch nie. Vielleicht ist er auch gerade dabei, sich seine eigene Schublade zu schreinern.

Seine Songs waren eingängig und verständlich, poppig kompakt und doch rau und leidenschaftlich vorgetragen mit Raum für spontane Zwischeneinlagen - kurzum: einfallsreich und lebendig. Er sang vom Leben im Wandel der Zeit, über aktuelle Themen und über Fragen, die jedem schon mal in den Sinn gekommen sind. Thematisch lassen sich seine Lieder wie folgt zusammenfassen: „Irgendwo zwischen Tor und Angel, zwischen Knigge und Ernst, zwischen Schwarz und Weiß. Ein Klecks bunte Farbe, die versucht Form zu finden und dabei doch ganz formlos wirkt.“

Weit über 1.000 Konzerte hat der auf der schwäbischen Alb beheimatete Mitdreißiger in seiner Karriere bereits gespielt und über 10 Alben herausgebracht. Er ist Preisträger des „Robert Johnson Guitar Awards“ und präsentierte sich im TV einem Millionenpublikum. Im Vorprogramm von u.a. „Ryan Sheridan“, „Tom Walker“, „Tito & Tarantula“ oder „Django3000“ sorgte er schon für Aufsehen. Bölter lieferte an dem Abend des 18. Juni bei Mandy und Michael Trautmann eine Ein-Mann-Show ab, die sich gewaschen hatte! Nur wenige können derart virtuos sich selbst begleiten. Er erzählte dem Publikum einiges, was er so im Lockdown getrieben hatte. Unter Anderem übersetzte er so gut wie all seine ursprünglich in Englisch gesungenen Lieder ins Deutsche. Dies stellte ihn mächtig auf die Probe, wie er schmunzelnd zum Besten gab. Nun kann der geneigte Zuhörer noch besser, noch tiefer eintauchen in „Bölters Welt“. Ein Gast in der Lounge meinte in einer Pause: „Seine Texte sind Kunst. Und wie es bei Kunst nunmal üblich ist, ist diese Kunst nicht eindeutig, sondern es bleibt dem Zuhörer überlassen, was er daraus macht. Seine Musik dringt ein und bringt ein Element mit, das absolut bereichernd ist. Seine Musik hört sich richtig gut an. Er hat Idealismus, hat Anspruch und als junger Mensch ist sowas heutzutage richtig wertvoll. Jemand wie Bölter gehört einfach unterstützt!“ Zum Beispiel auch unter: www.philip-boelter.de mit Philips „Corona-Spar-Beutel“ - natürlich aus Jute!

Mit Ralph Brauner kam am 26.6. ein weiterer Gitarrist, der auch schon einige Male hier in der Lounge auftrat. Der überregional bekannte Trierer Sänger und Instrumentalist hatte einige interessante Fundstücke aus der Blueskiste der 1930-er Jahre mitgebracht: „32-20 Blues“ und „Crossroads“ von Robert Johnson, „Baby what you want me to do“ von Jimmy Reed oder „Hey Hey“ von Big Bill Broonzy, allesamt von Brauner in eigener Spielart bearbeitet. Ralph spielte neben modernen Adaptionen von Eric Clapton, Keb’ Mo’ oder Johnny Winter natürlich auch selbst komponierte Songs von seinen bisherigen Alben, die zum Einen der Blues & Roots Spielweise Rechnung tragen, zum Anderen auch in der Singer/Songwriter Ecke beheimatet sind. In seinem Soloprogramm fanden sich Blues und Balladen aus verschiedenen Dekaden in ausgefeilter Fingerstyle- und Slide-Technik. Kurz gesagt: Genre übergreifendes aus Blues, Country, Jazz & Chansons.

Brauner ist inspiriert von Songs aus dem Süden der USA, wo der schwarze Blues seine Wurzeln hat. Darunter eben viele Werke berühmter, oben erwähnter, Bluesmänner aus der alten Zeit. Ralph Brauner sang und improvisierte an dem Abend in der Kirrberger Straße 7 zwischen Tradition und Moderne. Stimmlich perfekt geschult, erlangte er über die Jahre ein Timbre, das den Nostalgietrips bis in die 1930er standhält. Sein Auftritt machte großen Spaß und einmal mehr verdiente er sich die Aufmerksamkeit und den Respekt des Lounge-Publikums. Die bisherigen Auftritte hier in Mandy´s Lounge waren allesamt virtuos und sind den eingefleischten Fans der Blues-Szene hier unvergesslich. Besuchen Sie doch mal seine Seite unter: www.blueballads.de
Es ist nun soweit: Die Zeit ist gekommen, die Welt dreht sich weiter und die zahlreichen Musiker, die hier in Mandy´s Lounge so gerne auftreten, dürfen nun das Publikum hier wieder mit ihrer Kunst bereichern! An Musikveranstaltungen gilt (noch) die Corona-Testpflicht und der Veranstaltungsbeginn ist wie gewohnt um 20:00 Uhr bei freiem Eintritt. Näheres zu den stattfindenden Gigs finden Sie auf: www.mandys-lounge.de unter „Veranstaltungen“. Mandy´s Lounge - Service aus Leidenschaft. Wir von der bagatelle freuen uns für die beiden Wirte und werden das Geschehen hier weiter verfolgen.

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